das radfahrn ist bekanntlich in und viele machen mit

es ist auch sehr gesund, es stärkt die muskeln und hält fit

es schont die umwelt, stinkt nicht und ist überhaupt vernünftig

und außerdem gilt radfahrn heutzutage auch als zünftig

 

so mancher treibt es ernsthaft und nicht einfach nur als mode

betreibt es aus passion und mit verstand und mit methode

und wenn das wetter stürmt und saut dann macht es ihm nichts aus

das auto bleibt im trocknen und er holt das fahrrad raus

 

das radfahrn ist auch praktisch und man spart sich dadurch geld:

man muss nicht tanken und kommt trotzdem rum in dieser welt

ein tolles rad – das weiß ich jetzt – ist eigentlich zwar teuer

gerechterweise zahlt man aber keine extrasteuer

 

sogar im urlaub und sogar auf ziemlich langen strecken

fährt ein geübter radler immer mutig ohne schrecken

und wird er älter oder wird‘s mit der zeit dann doch zuviel

kauft er sich ein elektrorad und bleibt damit mobil

 

und gibt es mal im stadtverkehr für autos einen stau –

den radfahrer betrifft es nicht – und wenn, dann fährt er schlau

am stau vorbei und nützt geschickt und stolz und selbstbewusst

den gehweg und erreicht sein ziel ganz ohne zeitverlust

 

so mancher mitmensch allerdings benimmt sich auf dem rad

ganz rücksichtslos und unverschämt und äußerst rabiat

von zeichen und von regeln lässt er sich dabei nicht stören

und tut, als ob ihm alle wege dieser welt gehören

 

auch radfahrn ohne fahrrad ist bisweilen sehr beliebt:

nach oben buckeln, unten treten, wenn‘s ‘nen Vorteil gibt

doch allgemein dies zu behaupten wäre ganz unsäglich - 

die meisten echten fahrradfahrer sind sozial verträglich

 

ich kenne viele fahrradfahrer wirklich gut persönlich

und deshalb endet dieses lied am ende auch versöhnlich

die Leute, die ich meine sind ganz friedlich und sympathisch

sie sind ein ein wenig wunderlich - doch es ist nicht dramatisch